Ich bin sehr stolz und glücklich bei dieser Show das erste Mal einen fantastischen Support dabei zu haben. Und noch dazu ist es meine absolute Lieblingsband.

TRAFFIC NOIR machen großartige Musik. Und wer sie bis jetzt noch nicht kennt, der wird auf unserer "URST"-Tour Gelegenheit haben die beiden sympathischen Belgier LIVE zu erleben.

 

 

Die aktuelle EP "Welcome To my World" gibt´s auch als Download!

 

 

 

 

HIER geht´s zur HOMEPAGE der Band!

Bitte schaut mal vorbei und lasst Euch inspirieren

von der wunderbaren Welt von TRAFFIC NOIR!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ist ein Artikel aus der "SPACK!" vom 06.10.2014

 

Traffic Noir – Zwei Belgier gehen ihren eigenen Weg

von Wolf Dieter Kimp

 

Kunst hat nie Stil hervorgebracht und Stil niemals Kunst.

Die beiden belgischen Brüder Etienne und Serge Lambertine aus Lüttich sind derzeit der Geheimtipp der belgischen Independent Musik-Szene.

Keine Hipster Röhrenjeans, kein Club Mate – TRAFFIC NOIR haben nicht das Bedürfnis, einem beliebigen Trend zu unterliegen. „Wir machen unser eignes Ding! Authentizität ist uns am wichtigsten.“, meint Etienne, der Sänger der Band und verzieht keine Miene. Er meint es ernst.

Der TRAFFIC NOIR Sound – von New Wave-Beats beeinflusst, die hauptsächlich aus Belgien kommen – ist eine veränderte, tanzbare Version der 90er Jahre Technotronic und Underground-House-Musik.

Dabei hat alles ganz anders angefangen.

 

Serge, der Ältere, trägt den Namen seines Urgroßvaters Sergej Prokofjew (Peter und der Wolf). Seine Mutter, eine geborene Russin, ist die letzte Enkelin des großen Komponisten. Als Mitglied des Moskauer Bolschoi Balletts blieb sie während eines Gastspiels in Belgien und verliebte sich in den belgischen Gastronomen Hector Lambertine.

Auf Wunsch der Mutter studiert Serge Mathematik. Doch den Logiker zieht es hinaus in die Welt und er begibt sich auf eine ausgedehnte Weltreise. In Indien trifft er auf die Musiker der belgischen Band „Fury and me“. Rasch wird er aufgenommen und darf mit auf Tournee gehen.

Wieder zurück in Belgien steht für ihn fest, dass er Musiker werden will.

 

Etienne, so ganz anders als sein beherrschter intellektueller Bruder Serge, ist Freigeist pur. Die „Lütticher Akademie für angewandte Kunst“ soll für kurze Zeit seine erste wichtige Station werden. Er fällt auf mit seinen Installationen aus Müll und Dreck, die er durch seine schrillen Performances nackt tanzend unterstreicht.

Daraufhin wird er kurzerhand von Nina de Meesmaekers Tanzcompagnie “Violetas” entdeckt. Wie besessen tanzt er da und fühlt sich das erste Mal verstanden.

„Kreativität, Freiheit, Liebe – das ist mein Credo!“, so Etienne. Und man glaubt es ihm, wenn man in seine traurigen hungrigen Augen schaut.

Nebenbei jobbt er in einem Fastfood-Restaurant.  Etienne schmunzelt kaum sichtbar als er weiter erzählt: „Und als ich da so stand und die Last des Lebens spürte, da wusste ich auf einmal, was meine Bestimmung ist!“

 

Ein Auftritt während der Vernissage bringt die beiden unterschiedlichen Brüder zusammen. Nun, nach Jahren der Entbehrung und Heimatlosigkeit, finden die Brüder Lambertine Töne, um das auszudrücken, was sie treibt und macht sie zu TRAFFIC NOIR. Der kleine Auftritt ist nicht nur ein Erfolg , er schlägt auch Wellen in der wallonischen Heimat. Schnell ist man sich einig: Hier passiert etwas ganz Großes.

Serge räuspert sich und sagt kaum hörbar: „Dabei hatten wir gar keinen Plan. Wollten nur ein bisschen Musik machen.“ Das ist schlichtweg untertrieben, aber typisch für Serge, das stille Genie im Hintergrund.

Schnell kommen Angebote. Der Produzent Vincent Verbelen ruft an und signalisiert Interesse am ersten Album der Brüder.

STROMAE (Alors On Dance) nimmt Serge und Etienne unter seine Fittiche und macht erste Festival-Gigs in Belgien klar.

Das CACTUS FESTIVAL bringt den absoluten Durchbruch. Alle belgischen Musikgrößen der Indie-Szene wissen: Die Jungs haben es drauf.

MILOW will sie mit auf Tournee nehmen, doch sie lehnen ab.

Triggerfinger , Kiss the anus of a black cat, Girls of Hawaii, Selah Sue – sie alle bieten den Lambertines Unterstützung an. Nichts zu machen! „TRAFFIC NOIR lassen sich nicht kastrieren!“, gibt Etienne tonlos zu Protokoll. Und dann, nach einer Pause, sagt er: „Weißt Du, wenn man so durch die Schleiße gegangen ist wie wir, dann braucht man das alles nicht.“

Sein Bruder schaut weg. Ihm ist das sowieso alles egal. Scheint es.

Dabei ist Serge, der Soundtüftler am Keyboard alles andere als schluderig. Gelten doch gerade seine ausgefuchsten Arrangements und ungewöhnlich-eingängigen Kompositionen als besonders herausragend.

Etienne, der Jüngere, sieht es ähnlich wie sein muffliger Bruder. Seine Texte zu den treibenden Pop-Perlen von TRAFFIC NOIR sind simpel. „Aber es ist alles wahr und erlebt!“, sagt er mit starker Dringlichkeit.

TRAFFIC NOIR wollen frei sein. Etienne erzählt weiter: „Erfolg interessiert uns nicht.

Das hätten wir alles haben können. Und dann?“

 

In Deutschland sind TRAFFIC NOIR noch unbekannt.

Das kann sich durch den Support für Thomas Nicolai rasch ändern.

Was passiert nach der Tour durch Deutschland? Dann geht’s ins Studio.

Die erste CD „Balma“ erscheint voraussichtlich Ende 2019.